Spirituelle Entwicklung 

Ich möchte hier eine Möglichkeit einrichten meine Gedanken und Erfahrungen mitzuteilen und anderen die Möglichkeit geben zu antworten.

Wir sind angenommen so wie wir sind und es gibt Entwicklung. Das Lebendige wird  - es wächst. Da ist nichts falsches an unseren Empfindungen und Gedanken und wir stecken auch fest in alten Konditionierungen, Ängsten und Widerstand. Entwicklung bedeutet für mich, mich aus diesen Vergangenheits-Prägungen zu entwickeln und ein immer klarerer Kanal für das Lebendige zu sein. Der Moment ist immer richtig so wie er ist und da tauchen Selbstbilder und Anhaftungen auf, die ich erkennen und loslassen kann.   

Meine Entwicklung hat vor 38 Jahren mit der Primärtherapie begonnen, wo ich gelernt habe in  Prägungen einzusteigen, die in meiner Erfahrung im Jetzt - Widerstand erzeugen oder Selbstbilder mit denen ich mich vermeintlich geschützt habe. Ich schaue mir an was ist z.B.: Ich fühle mich allein und unwohl. Ich tauche in das Gefühl ein - Einsamkeit wird zu intensivem Schmerz - Angst taucht auf - die Gefühle rutschen ab in Kleinkindgefühle - da kommt die Angst sterben zu müssen, wenn keiner kommt.  Ich drücke diesen Schmerz aus weiche nicht aus und gehe hindurch - dann bin ich wieder da - Lebendig Sein - Freude sein - Offen und Verletzlich.

Dann Phasen wo ich erkannt habe, das auch mit dieser Erfahrung von der Wirklichkeit weggelaufen werden kann. Ich sehe nur noch Konditionierung bei mir und bei anderen. Bin nicht mehr in der Lage normalen Kontakt herzustellen. Will andere aus ihren Konditionierungen befreien - letztlich auch damit ich endlich so gesehen werde wie ich bin und nicht aus  vergangenen Bildern. Damit befinde ich mich in dem nächsten Gefängnis kann das was ist nicht würdigen, sondern es sollte anders sein.

Diese Ambivalent´s auszuhalten - wach zu sein - nicht in eine Identifikation zu rutschen und wenn doch, diese zu erkennen und wieder aufzulösen - das ist die Herausforderung im Alltag, wo auf so vieles reagiert werden muß und auch immer mal wieder Altes sein Haupt erhebt. Es passiert so schnell, das ich nicht mehr bei dem bin was ist, z.B. ich fühle mich verletzt und lasse diese Verletzung da sein, sondern gehe darüber hinweg und schlage zurück oder bin beleidigt. Sofort befinde ich mich in einer Identifikation, z.B. die die beleidigt wurde.  

Dabei ist es so wunderbar genau das was ist auch zu erleben, zu fühlen, offen zu sein. Wir haben nur sehr früh gelernt unsere Sensibilität vermeintlich zu schützen, indem wir uns verschließen oder andere Abwehrmechanismen nutzen. Die Abwehr, den Widerstand gegen das was ist, erkennen und auflösen, das ist Entwicklungsarbeit